Hauptinhalt

Interview mit Katharina Adelberger, Sicherheitsingenieurin EigV. und Ausbilderin mit eidg. FA

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Katharina Adelberger, ich arbeite seit Oktober 2016 für die Swissi AG.
Neben meiner Tätigkeit als Sicherheitsingenieurin und Beraterin im Bereich Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz bin ich Managementsystem-Verantwortliche für die Personenzertifizierung (ISO 17024). Ein weiterer Schwerpunkt meiner Aufgaben liegt in der Aus- und Weiterbildung. Als Ausbilderin koordiniere ich die Schnittstelle zwischen den Kursleitern und dem Akademie Support Center sowie die Schnittstelle zwischen den Niederlassungen und Wallisellen, ausserdem unterstütze ich die Kursleiter in methodisch-didaktischen Fragestellungen und bin für das QS-Monitoring der Prüfungskommission verantwortlich. Extern bin ich für den Verein für Höhere Berufsbildung ASGS als Prüfungsautorin tätig. Mein Arbeitsalltag ist spannend und abwechslungsreich, zudem schätze ich die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei Swissi und mit unseren Kunden.

Was ist ihr persönlicher Bezug zum Thema Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz?

Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz (ASGS) begleiten mich schon seit Anbeginn meiner beruflichen Laufbahn, welche als Laborantin begann. Im täglichen Umgang mit humanpathogenen und/oder gentechnisch veränderten Kleinstlebewesen und subzellulären Objekten sind Arbeitshygiene, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz essenziell, für den Mitarbeiter selber, wie auch für alle Arbeitnehmer von Fremdfirmen, die in solchen Institutionen und Betrieben Aufträge ausführen. In diesem Zusammenhang nicht zu unterschätzen sind die Auflagen des Umweltschutzes, der eng mit ASGS verbandelt ist. Er regelt den Schutz der Bevölkerung, der Fauna und Flora.

Als ich nach meinem Studium an der FHNW in der Industrie als Laborleiterin in verschiedenen Entwicklungsprojekten tätig war, übernahm ich zusätzliche die  Aufgabe als EHS-Managerin. In dieser Funktion war ich für die integrale Sicherheit von rund 600 Mitarbeitenden sowie den Umweltschutz zuständig.

In welchen Kursen sind Sie tätig, welches sind die Schwerpunkte?

Als Kursleiterin bin ich für den Grundkurs ASGS in Zusammenarbeit mit der SUVA verantwortlich. Er bildet angehende Kontaktpersonen der Arbeitssicherheit (Kopas) aus und beinhaltet als Abschluss eine Praxisarbeit. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen sind die Teilnehmer aktiv im Kurs integriert und wenden das erworbene Wissen in praktischen Aufgabenstellungen gezielt an. Gegenseitige Unterstützung und Erfahrungsaustausch sind genauso wichtig wie die Fähigkeit, das eigene Verhalten in der Kopas-Rolle zu reflektieren.

Intern schule ich Kursleiter und Prüfungsverantwortliche. In dieser Weiterbildung werden Grundlagen zum Aufbau von summativen und formalen Lernzielkontrollen vermittelt und die Theorie gleich in die Praxis umgesetzt. Die Teilnehmer bringen ihre eigenen Prüfungsaufgaben mit, überarbeiten diese und holen das Feedback von ihren Kollegen ein. In einem zweiten Teil werden die QS-Anforderungen und die Wirtschaftlichkeit von Prüfungen, sowie das Verhalten von Prüfungsexperten in mündlichen Prüfungen näher betrachtet. Auch hier sind der Erfahrungsaustausch und die Reflektion des eigenen Verhaltens zentrale Bestandteile des Workshops.

Was beinhaltet Ihr Dienstleistungsportfolio im Bereich Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz nebst den Kursen?

Ich unterstütze, betreue und berate unsere Modelllösungskunden bei der Implementierung und Umsetzung der EKAS 6508, führe Gefahrenermittlungen und Risikoanalysen auf Deutsch und Englisch durch und bin in verschiedenen Projekten tätig. Daneben konzipiere ich massgeschneiderte Inhouse-Schulungen für unsere Kunden. Modelllösungskunden werden zweimal jährlich über relevante Gesetzesänderungen in den Bereichen ASGS und Umwelt auf unserer Homepage informiert.